Marianische Männerkongregation 1608 Köln


Titel : Mariä Verkündigung

MC 1608 Köln

Was ist eine Kongregation (Sodalität) ?

Grundsätze, Ziele und Anliegen

Die Marianische Männerkongregation (MC) ist eine römisch-katholische Vereinigung von Männern und Jungmännern, - Sodalen (Weggefährte) genannt. Sie bemühen sich um eine besonders innige Andacht, Ehrfurcht und Liebe zur Allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria. Ein Sodale strebt nach ihrem Vorbild zu leben, um somit durch ihre ständige Fürbitte christliche Vollkommenheit zu erlangen und bekennt sich zur ganzen und unverkürzten Lehre der römisch-katholischen Kirche.

Die MC will ihre Sodalen in der Verbundenheit mit Christus bilden, bereit und fähig machen für alle Aufgaben in Familie und Beruf, in Kirche und öffentlichem Leben sowie besonders zum Apostolat im eigenen Lebensumfeld. Sie sollen christliches Zeugnis geben, um so die weltliche Ordnung mit christlichem Geist zu durchdringen. Gegenüber der Welt bewahren Sie ihre innere Freiheit und Unabhängigkeit.

Der Sodale hilft den Menschen in brüderlicher Verbundenheit im irdischen Leben und in ihrem Streben nach dem ewigen Leben. Hierbei handelt er nach dem Grundsatz: „Alles zur größeren Ehre Gottes!“ und ist dem Lehramt der römisch-katholischen Kirche verpflichtet.

Die Grundsätze sind in der von Papst Pius XII. 1948 gegebenen Apostolischen Konstitution „Bis Saeculari“ für alle MCen festgelegt. Die MC fühlt sich der „Bis Saeculari“ und den „Allgemeinen Regeln“ verpflichtet. Sie versteht sich als „Katholische Aktion unter der Führung und Gnadenanregung der Allerseligsten Jungfrau Maria (Bis Saeculari 24)“.

Unsere Sodalen haben folgende Ziele:
  1. Leben und Arbeit zur Ehre Gottes und zur Ausbreitung seines Reiches,
  2. Geistliche Sorge um Mensch und Welt,
  3. Verehrung der Gottesmutter.
Seine Ziele versucht der Sodale unter ihrer Führung zu verwirklichen.

Die Sodalen stehen stets treu zum Heiligen Stuhl und unter der geistlichen Leitung des Erzbischofs von Köln, als ihres Obersten Präses.

Unserer Marianischen Männerkongregation 1608 Köln wurde durch ein Dekret des Erzbischofs von Köln vom 10. November 2006 kirchenrechtlich die Rechtsform einer privaten rechtsfähigen Vereinigung nach can. 322 CIC in Verbindung mit can. 114 CIC verliehen.

Die im Erzbistum Köln gegründeten Marianischen Männerkongregationen werden der „Marianischen Männerkongregation 1608 Köln“ als Mutterkongregation angegliedert.


Emblem

PMX

Marianische Congregationen (MC) ergänzen in ihrem Emblem das seit dem zweiten Jahrhundert für Jesus Christus und besonders in Verfolgungszeiten zur Erkennung der Christen untereinander verwendete „Konstantinische Kreuz“, ein Christusmonogramm aus den griechischen Buchstaben X (Chi) und P (Rho), die später lateinisch auch als P(a)X „Friede“ gedeutet werden können, um ein M für die Christusträgerin Maria.


Sie hat den Herrn der Welt geboren, damit er allezeit Weg, Wahrheit und Leben ist.


Gründungsprotokoll 1608








Gründungsprotokoll unserer Sodalität vom 6. Januar 1608
mit den Namen der drei Gründer
Johannes Wemmer, Mathias Odendall und Heinrich von Werden
unter Anleitung des ersten Präses Pater Johannes Copper SJ

MC 1608 Köln

Banner MC 1608 Köln



Wir verehren die Himmelskönigin unter den Titel „Mariä Verkündigung“. Die Wallfahrtskirche St. Maria in der Kupfergasse in Köln ist die Kongregationskirche und Sitz der MC.


Medaille Rückseite Medaille Vorderseite










Mit der Lebensweihe erhält jeder Sodale die abgebildete Münze.


Vorderseite

Verkündigungsszene mit der Inschrift
„Marianische Männerkongregation gegründet 1608 am Hohen Dom zu Köln“


Rückseite

Schwarze Muttergottes mit der Inschrift
„Mater misericordiae ora pro nobis“


Mitgliedschaft

Unserer Kongregation können männliche Personen römisch-katholischen Glaubens ab 14 Jahren beitreten. Der Beitrittswillige hat sich selbst gewissenhaft geprüft, ob er den Grundsätzen und Zielen der MC folgen kann und ist sich der persönlichen Berufung bewußt. Er gibt sich nicht mit einer gewöhnlichen und mittelmäßigen Lebensführung zufrieden.

Zwecks Beitritt bekennt sich der Interessent zum römisch-katholischen Glauben und versichert, in voller Gemeinschaft mit dem Apostolischen Stuhl zu stehen. Er nennt in seinem Antrag zwei Bürgen.

Der Vorstand befindet über den Antrag. Mit der Annahme beginnt für den Interessenten die Prüfungszeit (Kandidatur) von einem Jahr. In dieser Zeit erfüllt der Kandidat alle Pflichten eines Sodalen. Nach Ablauf der Prüfungszeit (Kandidatur) entscheidet der Vorstand über die Mitgliedschaft in die MC. Wer von einer anderen Kongregation kommt, kann sofort aufgenommen werden, sofern er eine Empfehlung seines bisherigen Präses vorlegt.

Vorteile der Mitgliedschaft

Durch die Lebensweihe und die organisatorische Mitgliedschaft bieten sich jedem Sodalen besondere Vorteile:

Lebensweihe

Die feierliche Lebensweihe erfolgt dann in der Regel zum Titularfest – Mariä Verkündigung – vor dem Marienbild in der Gnadenkapelle der Kongregationskirche. Das Weihegebet lautet:

Verkündigung Heilige Maria, Mutter Gottes und Jungfrau,
gnadenvolle Patronin unseres Erzbistums.

Ich erwähle dich heute zu meiner Herrin,
Beschützerin und Mutter.
Ich nehme mir fest vor, dich nie zu verlassen,
nie etwas gegen dich zu sagen oder zu tun,
noch zuzulassen, daß von anderen etwas wider deine Ehre geschieht.

Mach mich zu einem treuen Zeugen Christi, deines Sohnes,
steh mir bei in allen meinen Handlungen,
und verlaß mich nicht in der Stunde meines Todes.


Amen.

Persönliche Pflichten des Sodalen

Der Sodale bemüht sich, in der Gemeinschaft der MC um menschliches, geistliches und apostolisches Wachstum und darum, seinen persönlichen Beitrag zur „größeren Ehre Gottes“ zu leisten. Diese Aufgabe ist für jeden Sodalen eine heilige Pflicht.

Termine

Jeder Sodale ist verpflichtet, an folgenden Terminen der Kongregation teilzunehmen:


Gegebenenfalls entschuldigt er sich beim Präses bzw. Präfekten.


Gebete

Die täglichen Gebete des Sodalen sind:



Empfehlungen

Darüber hinaus werden empfohlen:




MC :   Entstehung und Organisation

Domradio

Ein Interview des domradio Domradios
mit Präses Pfarrer Klaus-Peter Vosen und Präfekt Wilfried Becher
zum Anhören im MP3-Format Interview MP3


Geschichtlicher Überblick

Deutschsprachige Länder

In den Wirren nach der Reformation erkannte Papst Paul III. den von Ignatius von Loyola am 27. September 1540 gegründeten Jesuitenorden an. Das Ziel des Gründers war es, der Kirche nach der Spaltung zu helfen und ihr bei der katholischen Erneuerung da zu dienen, wo es nötig war.


Daher gründete Pater Jean Leunis 1563 am Römischen Kolleg bewußt vor einem Bild „Mariä Verkündigung“ seine Schülergemeinschaft, die er zu einer lebendigen Laienbewegung, zur Sodalität, zur ersten Marianische Kongregation, der „Congregatio Prima Primaria“ entwickelte.


In der Folge wurde sie die Haupt- und Mutterkongregation für alle Sodalitäten in der Welt. Alle Sodalitäten in der Welt wurden aufgrund eines päpstlichen Dekrets an die „Prima Primaria“ angeschlossen, und sie hatten die Verpflichtung, die Seelsorge nach Kräften zu unterstützen und zu ergänzen. Dadurch stellten alle ihre Kraft der Kirche zur Verfügung.


Solche Kongregationen wurden damals in ganz Europa und in Übersee ins Leben gerufen. Elf Jahre nach dem Kolleg in Rom kam es zu MC-Gründungen in Paris und Turin. Die erste deutsche Sodalität wurde 1573 am Dreikönigsgymnasium in Köln gegründet. Es folgten dann Dillingen, Fulda, Würzburg, Ingolstadt, Innsbruck, München, Münster, Augsburg, Altötting, Regensburg, Landsberg, Ingolstadt, Eichstätt, Bamberg, Amberg, Wien, Kaufbeuren, Burghausen, Straubing, Straßburg, Landshut, Mainz, Trier, Düsseldorf, Bonn, Aachen, Neuss, Graz, Salzburg, Bozen, Brixen, Herbstein, Nimwegen, Brilon und Freiburg i. B., die durch päpstlichen Erlaß alle an die „Prima Primaria“ angeschlossen wurden.


Bald gab es in Köln neun Sodalitäten, und es gehörte zum guten Ton, einer dieser Kongregationen anzugehören. Unsere „Marianische Männerkongregation 1608 Köln“ wurde im Geiste des hl. Ignatius von Loyola, am Dreikönigstag, dem 6. Januar 1608 vor dem Schrein der Heiligen Drei Könige unter dem Titel „Mariä Verkündigung“ durch Anleitung des ersten Präses, Pater Johannes Copper SJ, von drei Männern gegründet.


Sie legten das Gelöbnis ab, „Gott stets treu zu dienen, den wahren Glauben zu bewahren und Maria auf eine ganz besondere Weise zu lieben“. Unsere MC nannte sich damals „Bürger-Sodalität 1608“. Ort und Tag der Gründung waren Veranlassung, daß außer der allen Kongregationen gemeinsamen Patronin, der Allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria, neben dem hl. Josef, auch die Heiligen Drei Könige als besondere Schutzheilige erwählt wurden.


Die „Bürger-Sodalität 1608“ wurde noch in demselben Jahr an die Haupt- und Mutterkongregation „Prima Primaria“ in Rom angeschlossen.

Alle dort registrierten Kongregationen wurden mit besonderen Privilegien und Ablässen ausgestattet.


Siegel IHS

Siegel des Jesuitengenerals unter dem Diplom des Anschlusses unserer Kongregation an die „Prima Primaria“ vom 25. Oktober 1608



Die erste Kongregationskirche unserer MC war seit 1608 die damalige Jesuitenkirche St. Maria Himmelfahrt in der Kölner Marzellenstraße.


Bald gehörte es in Köln zum guten Ton Mitglied unserer MC oder einer der vielen anderen Marianischen Kongregationen zu sein. So trat beispielsweise der bekannte Feldherr der katholischen Liga des Dreißigjährigen Krieges (1618 - 1648), Graf Johann von Tilly (┼ 1932), als junger Mann bei einem Aufenthalt in Köln einer der vielen Kölner Sodalitäten bei.


In der Goldenen Bulle „Gloriosae Dominae“ stellte Papst Benedikt XIV. am 27. September 1748 den Kongregationen ein gutes Zeugnis für ein fruchtbares Wirken in zwei Jahrhunderten aus. Er bestätigte zugleich die von seinen Vorgängern gespendeten Gnadenerweise.


Wegen der Auflösung des Jesuitenordens 1773 durch Papst Klemens XIV. und nach Einzug der französischen Truppen in Köln mußte am 18. November 1798 der Umzug unserer Kongregation in die damalige Benediktinerabtei Groß St. Martin erfolgen. Anstelle der Jesuiten übernahmen nun die Benediktiner die seelsorgliche Leitung unserer Kongregation.


Neuzeit


Anzahl der in den 1930er Jahren an die „Prima Primaria“ angeschlossenen Kongregationen

Europa 1935 1936 1937 1938
England19333533
Östereich
(III. Reich)
31363316
Belgien7282424
Tschechoslowakei
(III. Reich)
2123175
Frankreich15341653
Deutschland
(III. Reich)
2161388341
Schweiz22231818
Irland1412917
Spanien
(Bürgerkrieg)
21894
Ungarn2330186
Italien11101611
Jugoslawien15261113
Portugal141263
Luxemburg48
Niederlande39742530
Polen106887883
Rumänien447
andere6237
Quelle: Archiv der Jesuiten im Vatikan 2007

Kontinent 1935 1936 1937 1938
Europa (s.o.)578676421364
Amerika599364592678
Afrika0131717
Asien36708745
Ozeanien19202660
Quelle: Archiv der Jesuiten im Vatikan 2007

Kongregationen 1935 1936 1937 1938
weltweit1.2771.1431.1431.164
Quelle: Archiv der Jesuiten im Vatikan 2007

Durch die totale Zerstörung der Kongregationskirche Groß St. Martin im zweiten Weltkrieg fand unsere MC in den Jahren danach im zunächst provisorisch wiedereröffneten Kölner Dom eine neue Heimat. Die Sodalität fand also wieder an den Ort der Gründung zurück.


Am 27. September 1948 beglückwünschte Papst Pius XII. in der „Apostolischen Konstitution ‚Bis Saeculari’“ die Leiter und Mitglieder aller Sodalitäten. Er „bestätigte und bekräftigte feierlich alle Privilegien und überreichen Gnadenerweise, mit denen im Laufe von 400 Jahren“ seine Vorgänger „die Sodalitäten wegen der vielen und große Verdienste um die Kirche bereichert haben.“



Kongregationskirche St. Maria in der Kupfergasse


Im Februar 1972 wurde die Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Maria in der Kupfergasse neue Kongregationskirche. Das Domkapitel stimmte diesem Umzug zu.


Schwarze Muttergottes





Die Informationen der Wallfahrtskirche zur Schwarzen Muttergottes in Köln finden Sie auf der Internetseite www.kupfergasse.de.


Marianische Persönlichkeiten im Umfeld unserer MC


Im Folgenden erinnern wir an einige Persönlichkeiten, die in und um unsere MC marianisch wirkten.


Seliger Adolph Kolping


Er wurde am 8. Dezember 1813 in Kerpen bei Köln als viertes Kind eines Schäfers geboren und wuchs unter bescheidenen Verhältnissen auf.


Nach der Volksschule erlernte Adolph das Schuhmacherhandwerk. Er war einige Jahre in diesem Beruf tätig, doch wagte er trotz Krankheit und Sorge um den Lebensunterhalt mit 23 Jahren den Eintritt in das Marzellengymnasium in Köln. Mit großer Energie und Fleiß machte er in kürzester Zeit das Abitur. Für ihn war es auch die Zeit des Ringens und Suchens.


Foto: Portrait

Sein Weggefährte Sebastian Georg Schäffer schrieb:


„Er betete viel und inbrünstig um Erleuchtung von oben, und je mehr er betete und betend mit Gott überlegte, desto unabweislicher drängte sich ihm der Gedanke auf, ein Geistlicher zu werden. Dieser Gedanke befestigte sich in ihm von Tag zu Tag, derselbe hielt ihn aufrecht in allen Versuchungen. Diese waren manchmal groß. Er eilte dann zu seinem Lieblingsplätzchen, zum Gnadenbilde der Muttergottes in der Kupfergasse. Dort erbetete er sich Kraft und erneuerte seinen Entschluß, Priester zu werden.“


So begann er im Sommer 1841 sein theologisches Studium in München, später in Bonn und im Kölner Priesterseminar. Die Priesterweihe war am 13. April 1845 in der Minoritenkirche in Köln, und er wurde zunächst Kaplan in Elberfeld.


Nach den Berichten von Zeitzeugen hielt Adolph Kolping sein Leben lang der Schwarzen Mutter Gottes in der Kölner Kupfergasse die Treue. Das war der Fall als er 1849 Domvikar am Kölner Dom wurde, und er den Kölner Gesellenverein gründete, denn er bezog eine Wohnung in der Nähe der Kupfergasse. Die Gründung der ersten katholischen Gesellenherberge erfolgte am 8. Mai 1853 in der Kölner Breitestraße 108 und am 1. Januar 1862 wurde er Rektor der Minoritenkirche.


Das erste Gesellenhaus in der Breite Straße 108

Das erste Gesellenhaus in der Breite Straße 108


Adolph Kolping wurde 1862 Päpstlicher Geheimkämmerer und war ab 1863 publizistisch für das sich immer stärker ausbreitende Gesellenwerk tätig. Er schonte sich nicht und wirkte unermüdlich. Als er am 4. Dezember 1865 mit 52 Jahren starb, gab es weltweit bereits 400 Gesellenvereine. Zunächst wurde er auf dem Melaten-Friedhof in Köln beigesetzt. Später wurden seine Gebeine – seinem Wunsche entsprechend - am 30. April 1866 in die Minoritenkirche überführt.


Am 27. Oktober 1991 wurde er auf dem Peterplatz im Vatikan von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Sein Gedenktag ist der 4. Dezember.


Foto: Standbild des Gesellenvaters Adolf Kolping,
vor der Minoritenkirche Köln St. Maria Empfängnis

Der frühere langjährige Generalpräses (1972 – 2002) des Internationalen Kolpingwerkes, Prälat Heinrich Festing schrieb: „In besonderer Weise war Adolph Kolping der Schwarzen Mutter Gottes in der Kupfergasse in Köln zugetan.“



Pater Josef Spieker SJ


Pater Josef Spieker SJIn bewegter und politisch unruhiger Zeit war Pater Josef Spieker Präses unserer Kongregation.


Er wurde am 18. Juni 1893 in Mettingen (Westfalen) geboren. Seine Schul- und Priester-Ausbildung absolvierte er vorwiegend in Holland. Somit wurde er am 27. August 1924 in Valkenburg zum Priester geweiht. Sein sieben Jahre jüngerer Bruder August wurde ebenfalls Jesuit.


Pater Josef Spieker wurde von 1927 bis 1934/35 Präses unserer Kongregation. In dieser Aufgabe fand er zeitweise in seinem späteren Präses-Nachfolger, P. Peter Quirl eine helfende Unterstützung. Im Auftrag der Jesuiten baute Pater Spieker die Männerseelsorge in der Stadt Köln auf.


Im Kampf gegen die Weltanschauung des Nationalsozialismus, die er als unvereinbar mit dem Christentum ansah, war Pater Josef Spieker ein mutiger und vom Glauben zutiefst geprägter Präses.
In Köln erlangte er durch seine Schrift „Mein Kampf gegen Unrecht in Staat und Gesellschaft“ einen hohen Bekanntheitsgrad.


Seine Beliebtheit wurde noch gesteigert durch Vorträge mit anschließender Diskussion und abschließender eucharistischer Anbetung. Sehr bald wurden die Pfarrer der Stadt darauf aufmerksam, und er wurde um diese Vortragsabende für die Männer und Jungmänner in die Pfarrgemeinden gebeten.
Er sagte selbst: „Von Monat zu Monat stieg die Zahl der Teilnehmer“.


Besonders bei den jungen Männern stieg das Interesse an diesen Diskussionen, so daß sich einzelne katholische Standesverbände zunehmend dagegen wehrten. Aufgrund der heftigen Einsprüche sah sich Präses Spieker gezwungen, diese Vortrags- und Diskussionsabende einzustellen.


Er ging – aber nur für kurze Zeit - nach Berlin um sich in der Hauptstadt seelsorglich zu betätigen.


Doch die Enttäuschung über seinen Umzug nach Berlin in der Kölner Männerkongregation und bei den Kölner Männern überhaupt war so groß, daß der Kölner Erzbischof, Karl Joseph Kardinal Schulte, ihn nach den sehr starken Protesten wieder nach Köln holte.
Er nahm die Vorträge und Diskussionen mit anschließender Anbetung wieder auf.
Der Andrang war so überwältigend, daß dies nur mit Unterstützung von geschulten Laien möglich war.


Besonders lag ihm ab 1931 der Bußgang der Kölner Männer zur Schmerzhaften Mutter zur Wallfahrtskirche St. Marien in Köln-Kalk am Herzen. Er hat sich sehr um die Ausrichtung bemüht.
Er selbst schrieb einmal vom Gang der Bußprozession nach Köln-Kalk ins kommunistische Wohnviertel und den dort gleichzeitig zum Teil heftigen Auseinandersetzungen zwischen Kommunisten und Nazis.


In der Verkündigung des Glaubens blieb es nicht aus, daß er die Nationalsozialisten offen anprangerte, wodurch er vermehrt in große Konflikte mit der Gestapo geriet.
Seit 1934 wurde Pater Spieker wegen seiner Gegnerschaft zum NS-Regime mehrfach verhaftet.


Am 11. März 1935 wurde er von einem Sondergericht in Köln wegen Mangels an Beweisen freigesprochen, doch am 1. Mai 1935 als erster katholischer Priester im Konzentrationslager, und zwar wegen „Kanzelmißbrauchs“ im KZ Börgermoor (Emsland) inhaftiert.


Er kam aber wieder in Freiheit. Kurz nach seiner Freilassung und kurz vor seiner befürchteten Wiederverhaftung schmuggelten ihn Freunde mit einem PKW nach Holland und finanzierten seine baldige Weiterreise nach Chile. Dort wirkte er segensreich in der Seelsorge.


Nach Kriegsende kam er nach Düsseldorf und arbeite in der Männerseelsorge, vor allem in den Betriebsgruppen „Eisen und Stahl“. In seinen letzten Jahren war er auch für die Spanier tätig, und er widmete sich hier auch den Ärmsten der Armen.


Vielen Menschen war er Freund, Berater und Helfer.
Unserer Kongregation war er ein segensreicher Präses.


Unser 77. Präses, Pater Josef Spieker SJ, wurde am 29. Juni 1968 in die himmlische Herrlichkeit abberufen.


Katholische Monatsschrift „Der Fels - Katholisches Wort in die Zeit“, 35. Jahr, Nr. 4, April 2004 auf Seite 32: Pater Josef Spieker SJKatholische Monatsschrift „Der Fels - Katholisches Wort in die Zeit“, 35. Jahr, Nr. 4, April 2004 auf Seite 32: Pater Josef Spieker SJDr. Eduard Werner berichtet in der Katholischen Monatsschrift

„Der Fels -
Katholisches Wort in die Zeit“,

35. Jahr, Nr. 4, April 2004 auf Seite 32:

„P. Josef Spieker - der erste Jesuit im KZ“


Pater Peter Quirl SJ


Pater Peter Quirl SJ

Pater Josef Quirl wurde am 17. November 1901 als Ältester von sieben Geschwistern im Kölner Stadtteil Nippes geboren. Seine Eltern waren tiefgäubig, und sie wußten, daß sie den Kindern keine irdischen Güter mitgeben konnten, wohl aber einen lebendigen Glauben. So war es verständlich, daß ihrer Pfarrer ihnen damals riet, ihrem Sohn den Besuch des Gymnasiums zu ermöglichen.


Die Mutter nahm zu Ihren täglichen Pflichten zusätzlich für nachts eine Tätigkeit an, so daß sich durch die höhere Schulbildung für den keinen Peter Quirl der Weg in einen Orden und zum Priestertum öffnete.


Während der Jahre im Gymnasium fand er Kontakt zum 1919 gegründeten Bund Neudeutschland. Am 25. April 1922 trat er ins Noviziat der Gesellschaft Jesu in ‚s-Heerenberg (Holland) ein. Von dort aus absolvierte er die weiteren Studien von 1924 – 1933, in Philosophie und Theologie in Valkenburg und Innsbruck, die durch eine zweijährige Erziehertätigkeit in Mariaschein (Böhmen) unterbrochen wurden.
Am 27. August 1932 wurde Peter Quirl zum Priester geweiht.


Danach schloß sich 1933/34 das Terziat in Münster an. Nach einer kurzen Einführung in die Arbeit der Marianischen Kongregation durch P. Anton Schmidt in Bonn, begann P. Quirl 1935 in der Nachfolge von P. Josef Spiecker sein Wirken als Präses unserer Marianischen Männerkongregation, die 1608 in Köln gegründet wurde.
Diese Arbeit wurde 1941 durch die Aufhebung der Jesuiten-Niederlassung durch die Nationalsozialisten unterbrochen.


Von 1946 - 1949 baute P. Quirl in Koblenz die Männerseelsorge auf. Als er 1950 nach Köln zurückkehrte, war er zunächst Krankenhausseelsorger im St. Franziskus-Hospital in Köln-Ehrenfeld, und er begann eine Vortragstätigkeit und Priester-Rekollektionen, aus denen später eine Marianische Kongregation für Priester erwuchs. Ferner hielt er viele Vorträge in weiblichen Ordensgemeinschaften und gab Exerzitien im In- und Ausland (bis Nahost)


Hinzu kamen die vielen Menschen, die ihn aufsuchten, um Weisung, Rat und Hilfe zu finden.


Zunehmende Altersbeschwerden und Krankheit zwangen ihn 1982 zur Übersiedlung ins Altenheim Haus Sentmaring nach Münster. Hier setzte nun sehr bald ein langsamer, aber stetig fortschreitender Verfall seiner körperlichen und geistigen Kräfte ein. Für den lebensbejahenden P. Peter Quirl war dies kein einfacher Weg.


Die Quelle, aus der er schöpfte und stets neue Kraft gewinnen durfte, gerade auch in den Tagen der Krankheit und des Alters, blieb zeitlebens der Geist des heiligen Ignatius von Loyola und die von ihm vermittelten „Geistlichen Übungen“.


P. Quirl bediente sich sehr gern des von ihm verfaßten Gebetes: „Jesus, Du weißt es – Du liebst mich – Du weißt es – ich auch!“ In dieser vorbehaltlosen Hingabe durfte er am späten Nachmittag des 29. Juni 1985, seinem Namenstag, in die ewige Herrlichkeit eingehen. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem ordenseigenen Friedhof in Münster.


Dr. Karl Koch

Persönliche Daten unseres Präses 1942 - 1945

9. Februar 1903

1927

1927 - 1932

1932 - 1937

1937 - 1945

1942

2. März 1945
Dr. Karl Koch
* Süsterseel (Aachen)

Priesterweihe (Köln)

Kaplan in Quadrath (Bergheim)

Kaplan in Katernberg (Essen)

St. Alban (Köln)

Dr. theol.

┼ Letzter Luftangriff auf Köln

Literatur

Quelle: Karl Koch - Eine Priesterpersönlichkeit unserer Tage
von Eduard Hegel, Opladen, 1950



Dompfarrer Prälat Wilhelm Kleff


Persönliche Daten unseres Präses 1945 - 1957

28. März 1905

12. Februar 1931


1934

1945 - 1957

Dezember 1948
1954
1959
1963
15. März 1986
Prälat Wilhelm Kleff
* Tüschenbonnen (Much)

Priesterweihe (Köln)
Kaplan an St. Georg (Köln)

Domvikar, Dompfarrvikar (Köln)

Präses MC (Köln)

Dompfarrer
Päpstlicher Geheimkämmerer
Domkapitular
Päpstlicher Hausprälat
┼ Köln




Pfarrer Prälat Werner Plenker

Persönliche Daten unseres Präses 1957 - 2001, Ehrenpräses 2004

Geboren
Priesterweihe
Kaplan

Dompfarrvikar
Pfarrer

Monsignore
i. R.
Prälat
Gestorben
Portrait Prälat Werner Plenker
8. Februar 1927 Essen-Kray
24. Februar 1954 Köln
7. März 1954 Köln,
St. Maternus
19. Dezember 1957
3. Februar 1972 Köln,
St. Maria in der Kupfergasse
8. Oktober 1987
1. Oktober 2001
19. Januar 2002
18. Juli 2015

Werner Plenker

„Machen Sie sich und mir die Freude, zu kommen und es zu tun!“ Mit diesen Worten überzeugte Domvikar Werner Plenker einmal einen Mann zu beichten, der sichtlich zögerte, in den Beichtstuhl des Domes zu gehen, in dem der junge Priester gerade saß. „Machen Sie sich und mir die Freude, zu kommen!“ Diese Freude, einem anderen Menschen zu helfen, Gott und damit dem Heil zu begegnen – vor allem in den Sakramenten der Kirche – diese Freude war dem weit über die Grenzen des Erzbistums Köln hinaus bekannten Priester Werner Plenker Zeit seines Lebens anzumerken. Er war während seiner aktiven Zeit von 1954 bis 2001 an nur drei Stellen innerhalb der Rheinmetropole eingesetzt; sein seelsorgliches Wirken erreichte aber regelmäßig auch Menschen, die aus anderen Bistümern kamen.


Foto: Sodalenfahrt zum Priesterseminar in Bensberg, 1964 mit Präses Domvikar Werner Plenker (vorne rechts)




Dies hing zunächst mit den beiden Kirchen zusammen, an denen er nach seiner ersten Kaplansstelle an St. Maternus tätig war: dem Kölner Dom (1957-1972) und der Wallfahrtskirche St. Maria in der Kupfergasse (1972-2001), die zu seiner Zeit noch eine eigene Pfarrei war.


Der Dom zieht als weltberühmtes Bauwerk und größtes Gotteshaus nördlich der Alpen, als Metropolitankirche und kostbarer Schrein über den Reliquien der Heiligen Drei Könige bis heute sehr viele Menschen an; das war auch in den 50er bis 70er Jahren des 20. Jahrhunderts schon so.


Werner Plenker stellte sich als Seelsorger in den Dienst vieler dieser Menschen und knüpfte in den fast 15 Jahren seines Wirkens als Dompfarrvikar bzw. Domvikar viele seelsorgliche Beziehungen, die auch lange danach, zum Teil bis zu seinem Tod andauerten. Als er 1972 im Alter von 45 Jahren seine erste und einzige Stelle als Pfarrer an St. Maria in der Kupfergasse antrat, da hatte die kleine Innenstadtgemeinde offiziell nur ein paar Hundert Mitglieder.


Die aus dem Jahr 1675 stammende Kapelle, die im Eingangsbereich der Kirche liegt, entspricht in ihren Maßen genau dem Haus der Heiligen Familie, das sich in Loreto befindet. Sie beherbergt die dunkelbraune Marienfigur mit dem Jesuskind, die täglich von unzähligen Besuchern aufgesucht und wegen der zahlreichen Gebetserhörungen als Gnadenbild verehrt wird.


Schon der selige Adolph Kolping zählte zu den regelmäßigen Besuchern der Schwarzen Mutter Gottes. Hier zu beten und eine Kerze aufzustellen, gilt neben dem Aschenkreuz und einer Tante im Kloster als eines der sogenannten „kölschen Sakramente“. Auch heirateten schon damals viele Brautpaare gerne in der bekannten, kleinen Kapelle.


Das sonstige Leben der Pfarrgemeinde aber war Anfang der 70er Jahre sehr überschaubar und weitgehend zum Erliegen gekommen. Es wird berichtet, dass die Mehrzahl der Personen bei der Einführung des neuen Pfarrers aus seinem bisherigen Wirkungskreis am Dom gekommen sei, wo es u. a. zu den Aufgaben von Werner Plenker gehörte hatte, sich um die Ministranten zu kümmern. Dem Erzbischof tat der Pastor angesichts des wenig motivierenden Empfangs am neuen Einsatzort ein wenig leid; Pfarrer Plenker aber meinte: „Herr Kardinal, kommen Sie nächstes Jahr wieder, dann ist die Kirche voll“! Mit dieser mutigen Behauptung behielt er Recht. Der Kirchenbesuch sonntags und werktags, die Zahl der Taufen, Erstkommunionen, Firmungen und Konversionen bzw. Wiedereintritte nahm seit dem Amtsantritt von Pfarrer Plenker in beeindruckender Weise zu.


Bald gehörte die Kupfergasse nach dem Dom zu den Pfarreien, die nicht nur prozentual, sondern auch absolut den stärksten Kirchenbesuch im ganzen Erzbistum hatten. Dies hängt eng mit dem Wirken von Prälat Werner Plenker zusammen, dem auch ich mit meiner Familie und vielen weiteren Gläubigen eine wirklich geistliche Heimat zu verdanken haben. Im Rahmen dieses Beitrags ist es lediglich möglich, einige Aspekte seiner vielseitigen Persönlichkeit und seines weitreichenden seelsorglichen Wirkens zu skizzieren, das verdient, in guter Erinnerung gehalten zu werden.


Gütiger Beichtvater

Ein erster Schwerpunkt seiner Tätigkeit lag im Beichtdienst. Ihm widmete er sich mit großer Einsatzbereitschaft als Domvikar an der Kölner Kathedrale (1957-1972), als Pfarrer an St. Maria in der Kupfergasse (1972-2001) und auch bis zu seinem Tod 2015, soweit seine Kräfte dafür reichten. Von 1973 bis zu seinem Tod im Jahr 2015, d. h. die letzten 42 Jahre seines Lebens, konnte ich dies beobachten und bin mir darin mit all denen einig, die ihn ebenfalls gut gekannt haben.


Einer der Gründe warum er so regen Zulauf als Beichtvater hatte, war der „Seeleneifer“, mit dem sich Werner Plenker dieser Aufgabe widmete. Kardinal Höffner hatte dem für seine Einsatzfreude bekannten Priester den Rat gegeben: „Behalten Sie in der Kupfergasse die gottesdienstliche Ordnung bei, die Sie am Dom kennengelernt und praktiziert haben!“ Pfarrer Plenker setzte dieses Wort des Erzbischofs gewissenhaft um. So führte er montags bis samstags eine regelmäßige Beichtzeit von 7.30 bis 9.00 Uhr ein und war samstagsnachmittags von 14.00 bis 18.00 Uhr im Beichtstuhl zu finden. An diesem Ort suchten ihn viele Menschen auf; wenn die offiziellen Zeiten für die große Zahl von Beichtwilligen nicht ausreichte, dann saß er auch nach den Abendmessen dort – und machte am Ende der Messfeier darauf aufmerksam.


Präses Pfr. Werner Plenker mit einem seiner ersten Meßdiener, Markus Hofmann, unser Sodale und Domkapitular







Präses Pfarrer Werner Plenker mit einem seiner ersten Meßdiener, Markus Hofmann, unser Sodale und Domkapitular












In der Advents- und Fastenzeit nutzte er viele Male die Gelegenheit, die Gläubigen auf die Bedeutung einer guten Beichte hinzuweisen. Er warb so nachdrücklich für dieses Sakrament, dass jeder Kirchenbesucher wusste: Ohne Beichte fehlt mir ein notwendiger Teil der Vorbereitung auf Weihnachten bzw. Ostern. Er gab dafür u. a. folgende anschauliche Erklärung: „Wenn Sie vor Weihnachten eine gute Beichte abgelegt haben, dann haben Sie die wichtigste Vorbereitung für das Fest erledigt. Sie können dann ganz gelassen auf den Heiligen Abend zugehen. Und sollte dann sogar – was ich Ihnen nicht wünsche – der Weihnachtsbaum umfallen, dann können Sie den Heiligen Abend trotzdem in Freude feiern: denn der wichtigste Teil der Vorbereitung wird Ihnen auch dadurch nicht genommen.“


Es kamen auch Priester zur Beichte; einer von ihnen erläuterte mir: „Ich bin ja theologisch und pastoral nicht immer einer Meinung mit Werner Plenker gewesen; aber im Beichtstuhl habe ich in ihm einen sehr verständnisvollen, weisen und gütigen Priester gefunden. Darum bin ich gerne zu ihm gegangen.“ Seine Geduld und Güte im Beichtstuhl kann ich auch selbst bezeugen. Bei ihm habe ich meine erste Beichte abgelegt und bin viele Jahre regelmäßig zu ihm gegangen, um dieses Sakrament zu empfangen. Er hat immer verstanden, es dem Beichtenden leicht zu machen, seine Sünden zu bekennen. So laut und mitunter auch donnernd er als Prediger werden konnte, so verständnisvoll und zartfühlend im besten Sinne konnte er im Beichtstuhl sein. Pastorales Handeln und priesterliche Güte bedeuteten dabei für ihn nicht, Abstriche an der Lehre und der Disziplin der Kirche zu machen, sondern wie ein guter Arzt auf die Situation des Einzelnen einzugehen und angemessen zu reagieren.


Einen Kaplan oder offiziell zum Subsidiar, d.h. zur Unterstützung, ernannten Priester hat er in den 29 Jahren seines Dienstes als Pfarrer nie gehabt. Er konnte jedoch Oberstudienrat i.R. Msgr. Joseph Westermann und später Pater Alexander Ultsch CMM, ab 9. Juni 2011 Sodale unserer Kongregation, gewinnen, ihm die Werktagsmesse um 8.00 Uhr und eine der beiden ersten Messen am Sonntagvormittag abzunehmen.


Pfarrer Werner Plenker (rechts) mit seinem Subsidiar Pater Alexander Ultsch CMM (links)


























Pfarrer Werner Plenker (rechts) mit seinem Subsidiar Pater Alexander Ultsch CMM (links)


Wortgewaltiger Prediger

Die Predigten haben wohl am stärksten zu der überregionalen Bekanntheit von Pfarrer Plenker beigetragen. Im Laufe der Jahre sprach sich seine besondere Fähigkeit zu predigen herum, weit über Köln hinaus. Regelmäßig, d. h. Sonntag für Sonntag, oft auch an Werktagen, kamen Gläubige aus anderen Teilen der Stadt oder vorgelagerten Orten, z.B. aus Bergheim, Pulheim, Stommeln, aus Neuss, Düsseldorf, Bergisch Gladbach, Leverkusen und Bonn, ja sogar aus Aachen, Duisburg und Essen.


Besonders bemerkenswert war es, dass darunter alle sozialen Schichten vertreten waren, Universitätsprofessoren, Fussballmanager, Chefärzte, Geschäftsleute, Handwerker und einfache Arbeiter. Die Fähigkeit, für sie alle eine möglichst passende Sprache zu finden, die gleichzeitig die Botschaft des Evangeliums nicht verkürzt oder gar verfälscht, gehört zu den pastoralen Talenten, die ich an Werner Plenker besonders bewundert habe.


In den Predigten der sogenannten „Kindermesse“ sonntags um 8.30 Uhr konnte er es wagen, eine Karte des Heiligen Landes mitzubringen und die anwesenden Kinder zu fragen, an welchem Ort das jeweilige Ereignis aus dem Leben Jesu bzw. der Apostel stattgefunden hat. Er kannte seine Hörer und sorgte für eine solide Glaubensunterweisung. Solche katechetischen Hilfsmittel dienten der Glaubensunterweisung und lenkten nicht vom Zentrum des Geschehens ab. Eine Homilie in der hl. Messe um 11.15 Uhr konnte ggf. auch einmal 7 (!) Unterpunkte umfassen und erstreckte sich ausnahmsweise auch einmal über zwei aufeinanderfolgende Sonntage.


Die Länge der Sonntagspredigten ging über die sprichwörtlichen zehn Minuten hinaus; es war aber in alle Regel leicht, den Darlegungen von Pfarrer Plenker zu folgen, weil er in der Einleitung meistens eine Übersicht über die Zahl bzw. den Inhalt der folgenden Punkte gab und immer sehr lebendig predigte. Da er frei sprach, war die thematisch gleiche Predigt am Samstagvorabend in der Formulierung anders als am Sonntag. Dabei ging es ihm nicht um rhetorische Brillanz, sondern seine einzige Sorge war es, den Glauben der Kirchenbesucher zu nähren, zu stärken und zu fördern. Ich erinnere mich gut, wie er einmal nachdrücklich betonte, die wichtigste Eigenschaft einer Predigt sei zunächst einmal, dass sie wahr ist, das heißt mit dem katholischen Glauben übereinstimmt.


Andernorts war gerade in den 70er Jahren als Ergebnis einer wenig verdauten Exegese und Pastoraltheologie von manchem Prediger vor allem zu hören, was das Evangelium nicht beinhalte, was Jesus – angeblich – nicht gesagt oder getan hätte. Viele Katholiken konnten davon aber geistlich und geistig nicht leben. Sie sehnten sich nach der „gesunden Nahrung“ für ihren Glauben und viele fanden diese in der Kupfergasse.


Pfarrer Plenker kannte die Fragen der Menschen und er gab ihnen tragfähige, begründete Antworten. Nicht nur einmal betonte er: „Geben Sie Ihren Verstand bitte nicht an der Kirchtüre ab, wenn Sie zur hl. Messe kommen. Es geht nicht um einen blinden, unvernünftigen Glauben, sondern es gibt sehr gute Gründe, an Jesus Christus zu glauben und sich an das zu halten, was die Kirche in seinem Auftrag lehrt.“


Die Antworten, die Pfarrer Plenker gab, entsprangen deshalb auch nicht einfach seinem persönlichen Nachdenken, sondern er gab ihnen die Antworten aus dem Glauben der Kirche, den er als kostbares Geschenk empfand und vor Verwirrung bewahrt wissen wollte. Die Treue zum Papst und zu seinem Erzbischof war für Werner Plenker selbstverständlich; er identifizierte sich nicht nur teilweise, sondern uneingeschränkt mit der Kirche und zeigte dies unter anderem durch das konsequente Tragen der Priesterkleidung. Meistens trug er die Soutane, die bei ihm wirklich Ausdruck von Einfachheit in der Lebensführung war. Bei gelegentlichen Opernbesuchen konnte man ihn aber auch mit Hut und elegantem weißem Schal sehen, natürlich auch dann als Priester erkennbar.


Das Wort „ich“ vermied er in den Predigten bewusst; so hatte er es im Priesterseminar gelernt. Das hinderte ihn nicht, bei passender Gelegenheit anschauliche Beispiele und Erlebnisse aus seinem eigenen Leben einzubauen. Immer standen diese dann im Dienst der Glaubensverkündigung. Pfarrer Plenker meinte, mit „Fünf-Minuten-Pröbchens-Predigten“ könne er den geistigen Hunger seiner Hörer am Sonntag nicht ausreichend stillen; darum dauerten die Predigten bei ihm länger, ohne langweilig zu sein. Er legte Wert auf die sorgfältige Vorbereitung, für die sich der vielgefragte Seelsorger vom ersten Werktag einer neuen Woche an Zeit nahm. Bis mittwochs reiften seine Gedanken, die er dann seiner Haushälterin diktierte, so dass er die Predigt am Donnerstag und Freitag auswendig lernen konnte.


Die Hinweise, die Papst Franziskus zur Predigtvorbereitung in seinem Apostolischen Schreiben „Evangelii gaudium“ Nr. 145-159 gibt, hat Werner Plenker praktiziert. Er vermied es, in alte Aufzeichnungen zu schauen, um sich nicht zu wiederholen und auf „eingefahrenen Gleisen“ weiterzudenken. An Werktagen predigte er ebenfalls, natürlich kürzer und mit einer weniger intensiven Vorbereitung. Weil er ein betender und auch ein theologisch sich stets weiterbildender Priester war, konnte er dabei aus dem Reichtum seines geistigen Vorrats schöpfen, ohne Gefahr zu laufen, sich ständig zu wiederholen oder niveaulos zu werden.


Es war ihm ein wirkliches Anliegen, seinen Hörern zu helfen, auch in der Tiefe und Reife des Glaubens wachsen zu können. Dabei war er sich bewusst, dass nicht er dieses Wachstum bewirkte, sondern Christus. Aber er war sich zugleich klar über seinen Auftrag als Priester: all seine Kräfte einzusetzen, um der Gnade den Weg zu ebnen.


Unermüdlicher Pastor

Zu diesem Einsatz zählte für ihn selbstverständlich und an erster Stelle das Gebet. Täglich betete er von Montag bis Freitag selbst den Rosenkranz vor, der bis heute in der Gnadenkapelle um 18.00 Uhr der Abendmesse vorausgeht. Als man ihm einmal riet, sich in dieser Zeit „frei“ zu nehmen und anderen Personen, die zweifellos zur Stelle gewesen wären, das Vorbeten zu übertragen, erwiderte er: „Gönnt mir doch diese halbe Stunde, bei der ich so gut neue Kraft schöpfen kann!“ Mit pastoralem Geschick half er den Gläubigen, den Rosenkranz betrachtend zu beten, indem er kurze Impulse gab oder den jeweiligen Zusatz in der Mitte des Gegrüßet-seist-du-Maria ein wenig anders formulierte. Aus der wachsenden Zahl der Messdiener fanden sich nach und nach immer wieder solche, die ebenfalls zum Rosenkranzgebet in die Gnadenkapelle kamen, bevor sie dann in der Abendmesse ministrierten. Der Herr Pastor, wie er üblicherweise genannt wurde, leitete sie behutsam an, das eine oder andere Gesätz des Rosenkranz ebenfalls vorzubeten. Das motivierte natürlich nicht nur, weiterhin zu kommen, sondern war eine echte Schule des Gebetes.


Dies gilt ebenso für die eucharistischen Andachten, die samstags und sonntags vor den jeweiligen Abendmessen liegen. Pfarrer Plenker achtete darauf, dass die Anbetung Jesu Christi im Mittelpunkt dieser und aller Gottesdienste lag. Angefangen vom in aller Regel reichen und zugleich der jeweiligen Zeit des Kirchenjahres angepassten Blumenschmuck über die Sauberkeit und Schönheit der Altarwäsche bis hin zur sehr überlegten Liedauswahl wusste er alle Sinne der Gläubigen anzusprechen und sie zur Verehrung, ja zu einer echten Liebe Jesu im Allerheiligsten Altarssakrament hinzuführen. Dies begann er schon bei den Kindern, die er gemeinsam mit einer Katechetin auf die Erste heilige Kommunion vorbereitete. Der Besuch einiger eucharistischer Andachten war Teil dieser Vorbereitung. Mit großer Ehrfurcht und Liebe nahm der Pastor dabei die heilige Hostie aus der Monstranz und trug sie mit dem Velum um die Schultern, nur von der Lunula, dem goldenen Halbmond, getragen zu den Kindern. So konnten diese Jesus in der heiligen Hostie besser sehen.


Der Glaube an die wirkliche Gegenwart Jesu in der heiligen Eucharistie konnte leicht vom Herzen dieses Priesters übergehen in die Herzen der Kinder. Denn er lebte diesen Glauben überzeugend vor. Bei all dem kam die theologische Reflexion nicht zu kurz. Die kurzen Ein- und Überleitungen in den eucharistischen Andachten waren sowohl theologisch zutreffend und niveauvoll als auch für die Kirchenbesucher verständnisvoll und lebensnah formuliert.


Eine besondere Aufmerksamkeit des Pastors galt den Kranken. Pfarrer Plenker hatte keinen Führerschein, aber sobald er von der Erkrankung eines Gläubigen erfuhr, war er möglichst rasch zur Stelle.
Er verstand es mit großem Einfühlungsvermögen, Trost zu spenden oder auch verhärtete, verletzte oder verängstigte Herzen zu öffnen.

Werner Plenker konnte Menschen gewinnen, indem er ihnen zu verstehen gab:
„Ich zähle auf dich, ich schätze dich und ich vermisse dich, wenn du weggehst.“
Dabei wollte er die Menschen nicht an sich binden, sondern an Christus und an die Kirche, den fortlebenden Christus in der Geschichte.


Obwohl er keinen Pfarrgemeinderat hatte, praktizierte er eine eigene Art von Partizipation: Die große Schar der Ministranten - bei den Adventsfeiern kamen manchmal bis zu 80 - organisierte sich beispielsweise in praktischer Hinsicht weitgehend selbst. Die älteren Messdiener führten die jüngeren durch das praktische Tun in den Dienst ein. Ein Messdienerplan wurde nicht benötigt, weil jeder jederzeit dienen konnte – und weil die Altardiener im Kindes-, Jugend und Erwachsenenalter gerne und zahlreich kamen. Wer an einem Sonntag nicht erschien, der musste allerdings bei der nächsten Begegnung mit dem Herrn Pastor damit rechnen, die Klage zu hören: „Ich habe dich vermisst! Genau Du hast am Sonntag hier gefehlt!“ Für die Messdiener nahm er sich jede Woche besonders Zeit: Am Freitagabend fand nach der Abendmesse mit größter Regelmäßigkeit die Messdienerstunde statt, zu der alle Ministranten ab dem 12. Lebensjahr nachdrücklich eingeladen waren. Nur die Sommerferien und der Freitagabend vor Karneval waren ausgenommen.


Diese Treffen, die der Pastor stets selbst leitete und auch bei schwerer Erkältung nicht ausfallen ließ, dienten dazu, die Bildung der Messdiener in Glaubensthemen zu fördern. Praktische Fragen der Liturgie wurden nur am Freitag vor der Karwoche besprochen. Die Messdienerstunden ergänzten oder ersetzten für einen sehr großen Teil der Jugendlichen den ausfallenden oder mäßigen Religionsunterricht. Werner Plenker kam es dabei darauf an, keinen Monolog zu halten, sondern wirklich in ein Gespräch zu kommen.


Er motivierte zum Mitdenken und bereitete sich auf diese Begegnungen mit ähnlicher Sorgfalt vor, wie auf die Sonntagspredigten. Meine Freude an der Theologie ist hier wesentlich mit grundgelegt worden. Aus dem Kreis der Messdiener, die Prälat Plenker betreut hat, sind nach meiner Kenntnis mindestens zehn Priester und zwei ständige Diakone hervorgegangen; aus der Reihe der anderen Kirchenbesucher ist darüber hinaus eine ähnliche Zahl von Ordensleuten erwachsen. Um gute Ehen zu ermöglichen, führte er am Abend des jährlichen Pfarrfestes eine Tanzveranstaltung ein. Manches junge Brautpaar, das in der Kupfergasse geheiratet hat, hatte sich beim regelmäßigen Besuch der Sonntagsmesse erst kennengelernt. Wer den Pastor einmal bei einer Taufe erlebt hat, der musste sein Bild von einem „donnernden Prediger“ ergänzen:


Prälat Plenker hatte eine sehr weiche und zarte Seite; zugleich war er stolz darauf, die neugetauften Säuglinge oft erfolgreicher in seinen Armen beruhigen zu können, wenn er sie der Gottesmutter empfahl, als dies den leiblichen Eltern gelang.


Natürlich war Werner Plenker nicht frei von Schwächen. Eine seiner größten war es vielleicht, dass er es im Laufe der Jahre unterließ, sich regelmäßig und ausreichend zu erholen. Am Anfang seiner Jahre bei der Schwarzen Mutter Gottes hatte er noch jedes Jahr einige Wochen Urlaub gemacht und dabei sichtlich neue Kraft geschöpft. In langen Spaziergängen mit dem Hund seiner Gastfamilie und befreit vom täglichen Andrang der Rat- und Hilfesuchenden konnte er seine geistige und körperliche Energie regenerieren. Als ihm zu Ohren kam, dass ein ihn vertretender Priester in dieser Zeit bei den Gläubigen Ärgernis erweckt hatte, pflegte er an den Sonntagen während seines Urlaubs zurückzukehren, um keine Verwirrung in der ihm anvertrauten Herde zuzulassen.


Auf die Predigten dieser Sonntage freuten sich viele Gläubige besonders, weil sie meistens nochmals eine eigene Qualität hatten. Da diese Zeit zugleich der Vorbereitung der jährlichen Fest-, Gebets- und Predigtwoche diente, die Pfarrer Plenker zu einem geistlichen Höhepunkt des Lebens in St. Maria in der Kupfergasse geführt hat, wurde er nicht müde, die Gläubigen zu einem innerlich und äußerlich intensiven Mitvollzug dieser Tage einzuladen.


Festwoche 1999: Präses Werner Plenker (rechts) mit unserem damaligen Präfekten, Horst Kühnemund (Mitte), und Assistenten, Wilfried Becher (links)


Festwoche 1999: Präses Werner Plenker (rechts) mit unserem damaligen Präfekten, Horst Kühnemund (Mitte), und Assistenten, Wilfried Becher (links)


Später ging er dann gar nicht mehr in den Urlaub aus Sorge, die sich häufende Büroarbeit nach der Rückkehr nicht mehr erledigt zu bekommen. Als der damalige Sekretär von Kardinal Meisner, Kaplan Rainer Woelki, auf Anweisung des Erzbischofs einmal für einige Wochen die Vertretung für Pfarrer Plenker übernahm, machte er im Gehorsam Urlaub, fand danach aber keine Kraft mehr, sich in ähnlicher Weise helfen zu lassen. Dies führte zu seiner vorzeitigen körperlichen Erschöpfung, die ihn im Jahre 2001 um seine Entpflichtung bitten ließ. Er hatte seine Kräfte buchstäblich aufgebraucht.


Solange er konnte, empfing er aber nicht nur weiterhin regelmäßig Besucher, unter denen auch weiterhin viele Beichtende waren, sondern half in Pulheim, Worringen und Thenhoven in der Zelebration aus. Auch bei den monatlichen Gebetsabenden in Neuss, die vom Fatima-Apostolat durchgeführt werden, war er jahrelang dabei, zelebrierte, predigte und wurde vor allem sehr rege als Beichtvater in Anspruch genommen.


Diese Freude blieb ihm auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand. Er wird jetzt von der Ewigkeit aus erst richtig ermessen können, wie vielen Menschen er mit seinem Dienst als gütiger Beichtvater, als wortgewaltiger Prediger und unermüdlicher Pastor den Weg zu Gottes Barmherzigkeit und zur ewigen Freude geebnet hat. Möge er denen, für die dieser Weg noch andauert, vom Himmel aus helfen, ihm und sich die Freude zu machen, dort anzukommen!


(Domkapitular Msgr. Dr. Markus Hofmann – Sodale unserer Kongregation)


Pater Alexander Ultsch CMM


Persönliche Daten unseres Sodalen

Geboren

Noviziat
Priesterweihe
Präfekt
Pastoraljahr
Versetzung
Superior
Seelsorge

Subsidiar
Gestorben
Portrait Pater Alexander (Josef) Ultsch CMM
27. November 1932 Gößmitz
bei Bad Staffelstein / Oberfranken
1955 Mariannhiller Missionar
29. Juni 1961
Missionsschule Reimlingen
Augsburg Dominikanerkloster
1963 Missionsniederlassung Köln
1975
1987 St. Maria in der Kupfergasse
Studium Kunsthochschule
seit 20. März 2002
2. Dezember 2014

Grafikarbeit P. Ultsch CMMP. Alexander Ultsch CMM
Pater Alexander Ultsch CMM von den Mariannhiller Missionaren, Sodale und langjähriger Subsidiar an der Kongregationskirche


Sei getreu bis in den Tod

„Sei treu bis in den Tod, dann werde ich dir die Krone des Lebens geben“


(Offb 2,10). Dies Schriftwort haben wir auf den Totenzettel für unseren Pater Alexander geschrieben. Der Abschied von ihm ist mir nicht leicht. Vor drei Jahren habe ich hier auf dieser Kanzel gestanden und ihm die Predigt zu seinem goldenen Priesterjubiläum halten dürfen. Damals waren wir voller Freude und haben ihm die schöne Stola geschenkt, die jetzt auf dem Sarg liegt, mit dem Bild der Schwarzen Mutter Gottes und dem Bild seines so geliebten Pater Pio. Heute ist ein Tag, an dem die Herzen traurig sind. Aber auch ein Tag, an dem unser Glaube wieder wachsen kann. Ein persönlicher Abschied ist es für mich. Pater Alexander und ich, wir standen einander nahe. Ich denke zum Beispiel zurück an unsere „Heilige Stunde“. Ich muss das erklären: „Heilige Stunde“ haben wir unsere wöchentliche Besprechung genannt. Zuerst jeden Freitagnachmittag, dann jeden Freitagmorgen Punkt 9 Uhr kamen Pater Alexander und ich über viele Jahre hinweg zusammen und haben die verschiedenen Dinge der Seelsorge hier an unserem Kirchort St. Maria in der Kupfergasse besprochen. Wir haben Dienste verteilt. Natürlich wurde im zweiten Teil dieser Besprechung munter erzählt. Wir besprachen dann auch die großen Dinge aus Kirche und Welt. Es war eine Stunde, an der wir in Treue festgehalten haben. Eine Stunde, die uns sehr kostbar gewesen ist. Eine „heilige Stunde“ der priesterlichen Brüderlichkeit durch eine lange Zeit hindurch.


Wir haben in Treue an der Besprechung festgehalten, aber das Wichtigste ist, dass Pater Alexander ein treuer Mensch war, und das in vielfacher Hinsicht. Die Treue bezog sich nicht nur auf das Verhältnis zu seinem Pastor, sondern überhaupt auf seinen ganzen Dienst. Wo es um seine Ordensgemeinschaft ging, um seine seelsorgliche Wiksamkeit unter Ihnen, liebe Brüder und Schwestern, seine reiche Vortragstätigkeit etwa auch beim Katholischen Frauenbund, bei anderen katholischen Vereinigungen: Immer war es die Treue, die seinen Dienst in ganz besonderer Weise kennzeichnete. Ich persönlich habe diese Treue in vielfacher Hinscht erfahren. Pater Alexander hat mich immer wieder durch sein priesterliches Wort gestärkt, hat mich manchmal verteidigt; und er hat mir öfter den Kopf zurechtgerückt und mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, wenn ich vielleicht ein wenig abgehoben hatte. Wir hätten uns heute noch das erste böse Wort zu sagen. Es war eine intensive Freundschaft. Ich habe versucht, seine Treue ihm durch Treue zu vergelten: Ich habe ihn begleitet zum Sterben, habe ihm die Sakramente gespendet, am Dienstagnachmittag noch an seinem Krankenbett für ihn die Sterbegebete gebetet. Er war schon in komatösem Zustand, aber als ich dann ganz zum Schluss noch das Gebet zur Schwarzen Mutter Gottes sprach, da hatte ih an einer Stelle den Eindruck, dass sein Mund sich leise bewegte. Wir wissen ja nicht, was er vielleicht noch aufgenommen hat. Ich habe ihn am Ende gedankt für seinen so langen Dienst hier unter uns und ich hoffe, dass er das noch verstanden hat. Und dann habe ich ihm zum Schluss gesagt. „Alexander, jetzt bist du bald eher oben als ich, jetzt musst du deine Treue in der Weise fortsetzen, dass du für die betest, die uns avertraut waren!“ Ich denke, er wird das ganz gewiss tun!


„Sei treu bis in den Tod, dann werde ich dir die Krone des Lebens geben!“


Liebe Brüder und Schwestern, lasst uns ein wenig auf dir verschiedenen Merkmale der Treue schauen, die Pater Alexander uns vorgelebt hat. Er war ein Mann, der treu zu Gott stand und treu zu seiner priesterlichen Berufung. Wer Pater Alexander kannte, der weiß, dass er ein Mann des Gebetes gewesen ist. Er war auch ein Mann der schnörkellosen und frommen Feier der heiligen Messe. Die tägliche Zelebration ist ihm ganz besonders wichtig gewesen. Er kam jeweils in den allermeisten Fällen zu Fuß von der Brandenburger Straße nach hier und hat dann bei uns die heilige Messe gefeiert. Er sagte: „Das ist meine tägliche Bewegung.“ Manchmal hat er auch den Weg zweimal am Tag gemacht. Pater Alexander lebte auch aus der Kraft des priesterlichen Breviergebetes. Und er war einer, der hinter seiner priesterlichen Berufung ganz zurückgetreten ist. Er wollte niemals im Vordergrund stehen. Er war feinfühlig - ganz bestimmt - und hat unter Kränkung und Demütigung gelitten. Aber er hat niemals Wind um sich selbst gemacht. Er wollte nicht glänzen. Er war kein Freund des Brimboriums und des rhetorichen Glanzes. So etwas lag ihm völlig fern. Sein Wort als Theologe präsentierte sich schlicht, aber kenntnisreich. Pater Alexander war gläubig und er hat seine Predigten und Vorträge sehr gut vorbereitet. Stets stand er, wie gesagt, auch zu vermehrtem Dienst bereit. 25 Jahre lang hat er großartigen Dienst in der Festwoche zu Ehren der Schwarzen Mutter Gottes geleistet, Dienst in dieser Intensivwoche des katholischen Glaubens in Köln. Da war bei der Vorbereitung und der Durchführung der großen Glaubensveranstaltung eine wahre Herkulesaufgabe zu tun. Von Pater Alexander gab es nbie ein Wort der Klage. Man musste ihn hinterher quasi noch dazu drängen, ein paar Tage Urlaub zu nehmen. Alles für den Herrn! Das war sein Motto, demgemäß het er gaearbeitet. Liebe Mitbrüder! Welch ein Vorbild gerade auch für uns!


„Sei treu bis in den Tod, dann werde ich dir die Krone des Lebens geben!“


Pater Alexander war auch einer, der treu zu den Menschen stand. Wer treu zu Gott steht, der bewahrt den Menschen die Treue. Er geht geduldig mit als Begleiter auf ihren Wegen. Ratend, helfend, sorgend, auch die Schwächen der Menschen ertragend und sie selbst dann nicht abweisend, wenn sie vielleicht manchmal nur anstrengend sind. Pater Alexander war einer, der auch die Anstrengenden unter uns ertragen hat. Er hat in dieser Weise vorbildlich gehandelt und gelebt. Im Beichtstuhl, in der Einzelseelsorge, in der Begleitung vermochte er die Menschen geduldig zu empfangen, oft genug auch aufzufangen. Er war als Beichtvater in hohem Maße geschätzt, weit über die Grenzen von Köln hinweg. Wenn wir auf sein Bild schauen, fällt uns vielleicht auf, welch gütige Augen dieser Mensch, dieser Priester, gehabt hat. Eine Fülle von Wohlwollen brachte er dem Mitmenschen entgegen, auf den er zuging. Andererseits konnte Pater Alexander auch Grenzen ziehen. Liebevoll, aber manchmal sehr entschieden. Wenn es ihm nämlich um der Menschen willen heilsam und auch nötig erschien. Er konnte sehr herzlich über bestimmte Übertreibungen der Frömmigkeit lachen. Wenn einige Leute ihre Alterserscheinungen für echte „Erscheinungen“ erklärten, konnten dem Pater gleichsam die hellen Tränen des Lachens über die Wangen laufen. Doch stieß er nie die Menschen zurück. Um der Treue zu ihnen willen beschäftigte Pater Alexander sich mit vielen Dingen. Er wollte auf der Höhe der Zeit bleiben. Auch mit neuen Zeitphänomenen hat er sich auseinandergesetzt, und das eher als ancher andere. So hat er zum Beispiel vor Jahren schon, trotz Hochachtung vor muslemischen Menschen, warnend auf bestimmte aggressive Spielarten des fundamentalistischen Islam hingewiesen. Er hat schon vor etlichen Jahren schon in seinen Predigten die „Gender“-Ideologie thematisiert und sie auch problematisiert. Er ließ nicht einnfach nur Zeiterscheinungen auf sich zukommen und über sich ergehen. Er sah sich auch hier in der seelsorglichen Verantwortung für die Menschen, denen er recht raten wollte. Pater Alexander war ein wachsamer Mann im Ausguck der Kirche, ein echter Wächter auf der Höhe der Zeit. Obwohl er aber manches kritisch sah, ist er niemals finster gewesen. Wir haben Pater Alexander als fröhlichen Menschen kennengelernt. Die Mitbrüder, die bei der Festwoche dabei waren, haben machen Abend mit ihm zusammengesessen. Wir haben viel mit ihm gelacht. Die Freude am Herrn war seine Stärke.


„Sei treu bis in den Tod, dann werde ich dir die Krone des Lebens geben!“


Pater Alexander war auch treu als ein Mann der Kirche. Er stand in Treue zur konkreten Kirche. Er konnte bestimmte Repräsentanten der Kirche sehr kritisch beurteilen, wenn er an diesen zum Beispiel Pflichtversäumnisse oder auch Lieblosigkeiten feststellte. Aber er libete die Kirche durch und durch, er hat sich mit ihr identifiziert. Er hat mit iht gelebt und hat mit ihr gelitten. Und er war nach fünfzig Jahren noch mit derselben Freude und Begeisterung Priester wie am Anfang. Man konnte das immer wieder feststellen, wenn er den Dienst am Altar tat. Pater Alexander stand in Treue und in Liebe zum Papst und hat ein überzeugtes und ein überzeugendes Ja auch zur Fülle des katholischen Glaubens gesprochen. Er war in einem sehr realen Sinne ein wirklich guter Missionar dieser Kirche, obwohl er - als Angehöriger eines Missionsordens! - nie in den „Missionen“ in fremden Erdteilen tätig gewesen ist. Er hat der Kirche gedient auch als Illustrator religiöser Schriften und indem er die Ordensgeschichte fotografisch dokumentierte. Zum vollen Glauben der Kirche gehörte für ihn die Verehrung der Allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria. Seine Mitbrüder im Orden sagen: Wenn Pater Alexander vom Dienst an St. Maria in der Kupfergasse, bei der Gnadenmutter, sprach, dann leuchteten seine Augen. Liebe Brüder und Schwestern, er war ein marianischer Priester! Er wurde nicht müde, in vielen Predigten das Lob der Muter Maria zu singen. Er hat den heiligen Josef verehrt. Das war sein Taufname: Josef! Deswegen schon hatte er eine ganz besondere Beziehung zu diesem Heiligen. Und dann war da der heilige Pater Pio. Liebe Brüder und Schwestern, Pater Pio und Pater Alexander konnte man quasi in einem Atemzug miteinander erwähnen und nennen. Pater Alexander hat die Gestalt des heiligen Pater Pio, der ja noch vor nicht langer Zeit heiliggesprochen wurde, so leuchtend dargstellt, so transparent den Gläubigen zu vermitteln verstanden, dass der große Kapuziner für ganz viele Christen wichtig geworden ist. Er hat die Verehrung des heiligen Pater Pio wirklich in Köln verbreitet. Er hat mit meiner Unterstützung den Pater-Pio-Kreis an diese Kirche geholt und ihn zur Blüte gebracht. Als unser Pater Alexander in seiner letzten Krankheit im Hospital lag, haben wir über Pater Pio gesprochen. Ich habe ihm gesagt: „Hör mal, der Pater Pio wird die bei dem großen Übergang wohl ein guter Fürsprecher sein.“ „Ja“, entgegnete er und das unterstrich noch einmal den Grad der Vertrautheit mit diesem Heiligen: „Mit Pater Pio habe ich schon gesprochen, aber er hat noch nicht geantwortet.“ Eine Woche später hat Pater Pio geantwortet und wahrscheinlich zu Pater Alexander gesagt: „Nun komm und lass uns im Himmel zusammensein, am Thron der Gnade.“


„Sei treu bis in den Tod, dann werde ich dir die Krone des Lebens geben!“


Pater Alexander stand auch treu zu sich selbst. Er stand zu seinen vielfältigen Begabungen. Er war ein vielfältig begabter Mensch. Pater Alexander konnte wunderschön malen. Er hatte nicht nur diese Befähigung, sondern auch eine graphische Ausbildung, hat den Mariannhiller Missionskalender illustriert und ihn zu einer publizistischen Größe im katholischen Deutschland gemacht. Pater Alexander war auch musikalisch. Er hat das Pater-Pio-Lied geschrieben - ebenso ein Lied zur Muter Gottes Maria. Beide finden wir im „Grauen Liederbuch“ von St. Maria in der Kupfergasse. Pater Alexander war aufrecht, demütig, aber niemals duckmäuserisch. Er war kein Mann des hü und hott. Er war einer, der sich einbrachte mit seiner vielfältigen, reichen Persönichkeit.

Liebe Brüder und Schwestern, unser Pater Alexander würde sagen: „Jetzt hör auf!“ Denn eine solche Trauerpredigt ist schließlich keine Heiligsprechungsbulle. Wir wissen, dass bei allen Fähigkeiten, die ein Mensch hat, bei allen Lebensleistungen, selbst ein guter Mensch ein armer Sünder bleibt. Pater Alexander würde sagen: „Gut, dass du auch das erwähnst!“ Deswegen wollen wir für ihn beten. Deswegen feiern wir für ihn die heilige Messe. Deswegen wollen wir das Gedenken an ihn nicht auf den heutigen Tag beschränken. Und so können wir sagen: „Lieber Pater Alexander, danke für alles! Wir legen dich in die Hand Gottes! Wir glauben, dass du bei ihm leben darfst! Wir dürfen dir immer wieder begegnen im Gebet und in der Feier der heiligen Messe! Unsere Gebete - das deine und das unsere - begegnen sich am Throne Gottes! Hilf uns, dass Gott auch zu uns einmal sage: „Ich werde dir die Krone des Lebens geben, weil ich dich treu erfunden habe bis in den Tod!““

Amen.


„Sei treu bis in den Tod, dann werde ich dir die Krone des Lebens geben!“


P. Alexander hatte am 11.10.1948 in der Kapelle des Seminars Ottonianum in Bamberg seine Lebensweihe als Sodale der Marianischen Schülerkongregation abgelegt.


P. Alexander Ultsch CMM erhält die SodalenurkundeSodalenurkunde von P. Alexander Ultsch CMM
Pater Alexander Ultsch CMM (zweiter von links) erhielt am 9. Juni 2011 die Sodalenurkunde aus der Hand unseres Präses, Klaus-Peter Vosen (vierter von links) im Beisein unseres Präfekten Wilfried Becher (dritter von links) und des Assistenten Richard Gosk (erster von links).


Die Satzung der MC

§1 Errichtung und Entwicklung

In den Wirren nach der Reformation hatte Papst Paul III. am 27. September 1540 den von Ignatius von Loyola gegründeten Jesuitenorden (SJ) anerkannt. Das Ziel des Gründers war es, der Kirche nach der Spaltung zu helfen und ihr da zu dienen, wo es nötig war.
Daher verpflichtete der Jesuitenpater Jean Leunis 1563 seine Schülergemeinschaft am Römischen Kollege bewußt vor einem Bild „Maria Verkündigung“, das heute noch existiert, zu ernstem Streben im Beruf und im Alltag sowie im Dienst an und in der Kirche.
Er entwickelte diese Gemeinschaft zu einer lebendigen Laienbewegung, zur Sodalität, zur ersten Marianischen Kongregation (MC), der „Prima Primaria“. In der Folge wurde sie die Haupt- und Mutter-kongregation für alle Kongregationen in der Welt. Um die Seelsorge nach Kräften zu unterstützen und zu ergänzen, stellte sie ihre Kraft der Kirche zur Verfügung,
Solche MCen wurden damals vielerorts ins Leben gerufen. Wie in Europa, so wurden auch in der Stadt Köln schon bald viele Kongregationen gegründet. Meist waren es Standeskongregationen.
Die Kölner „Marianische Männerkongregation gegründet 1608 am Hohen Dom zu Köln“ (nachstehend MC oder Kongregation genannt) wurde am Dreikönigstag, dem 6. Januar 1608 vor dem Schrein der Heiligen Drei Könige als Kongregation „Maria Verkündigung“ von drei Männern gegründet, indem sie das Gelöbnis ablegten, „Gott stets treu zu dienen, den wahren Glauben zu bewahren und Maria auf eine ganz besondere Weise zu lieben“. Sie nannte sich damals „Bürger-Sodalität 1608“. Ort und Tag der Gründung waren für unsere Kongregation Veranlassung, daß außer der allen Kongregationen gemeinsamen Patronin, der Allerseligsten Jungfrau Maria, auch die Heiligen Drei Könige als besondere Schutzheilige erwählt wurden.
Zum 25 März 1608, Hochfest Maria Verkündigung, Titularfest der Hauptkongregation in Rom und unserer Kongregation, wurden 48 weitere Sodalen in unsere MC aufgenommen. Der damalige Präses, Pater Johannes Copper, ernannte dabei den ersten Vorstand.
Anfang 1609 traf aus Rom das vom 25. Oktober 1608 datierte Diplom des Paters Claudius Aquaviva, General der Gesellschaft Jesu, ein, durch das unsere MC der römischen Kongregation, der „Prima Primaria“, angegliedert wurde. Alle darin registrierten Kongregationen wurden mit besonderen Privilegien und Ablässen ausgestattet.
Die erste Kongregationskirche unserer MC war seit 1608 die damalige Jesuitenkirche St. Maria Himmelfahrt in der Kölner Marzellenstraße.
Bald gehörte es in Köln zum guten Ton Mitglied unserer MC oder einer der vielen anderen Marianischen Kongregationen zu sein. So trat beispielsweise der bekannte Feldherr der Katholischen Liga des Dreißigjährigen Krieges (1618 – 1648), Graf Johann von Tilly (+ 1632), als junger Mann bei einem Aufenthalt in Köln einer der vielen Kölner Sodalitäten bei.
In der Goldenen Bulle „ Gloriosae Dominae “ stellte Papst Benedikt XIV. am 27. September 1748 den Kongregationen ein gutes Zeugnis für ein fruchtbares Wirken in zwei Jahrhunderten aus. Er bestätigte zugleich die von seinen Vorgängern gespendeten Gnadenerweise.
Wegen der Auflösung des Jesuitenordens 1773 durch Papst Klemens XIV. und nach Einzug der französischen Truppen in Köln mußte am 18. November 1798 der Umzug unserer Kongregation in die damalige Benediktinerabtei Groß St. Martin erfolgen. Anstelle der Jesuiten übernahmen nun die Benediktiner die seelsorgliche Leitung unserer Kongregation.
Durch die totale Zerstörung der Kongregationskirche Groß St. Martin im zweiten Weltkrieg fand unsere MC in den Jahren danach im wiedereröffneten Kölner Dom eine neue Heimat. Die Sodalität fand also wieder an den Ort der Gründung zurück.
Am 27. September 1948 beglückwünschte Papst Pius XII. in der „Apostolischen Konstitution ‚Bis Saeculari’“ die Leiter und Mitglieder aller Sodalitäten. Er „bestätigte und bekräftigte feierlich alle Privilegien und überreiche Gnadenerweise, mit denen im Laufe von 400 Jahren“ seine Vorgänger, „die Sodalitäten wegen der vielen und großen Verdienste um die Kirche bereichert haben.“
Im Februar 1972 wurde die Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Maria in der Kupfergasse neue Kongregationskirche. Das Domkapitel stimmte diesem Umzug zu.
Unsere Kongregation bekennt sich zur ganzen und unverkürzten Lehre der römisch-katholischen Kirche.

§2 Grundsätze und Ziele

Die Kölner Kongregation ist eine römisch-katholische Vereinigung von Männern und Jungmännern – Sodalen (Weggefährte) genannt -, die eine besonders innige Andacht, Ehrfurcht und Liebe zur Allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria pflegen. Sie streben nach ihrem Vorbild zu leben, um somit durch ihre ständige Fürbitte christliche Vollkommenheit zu erlangen.
Die MC will ihre Sodalen in der Verbundenheit mit Christus bilden, bereit und fähig machen für alle Aufgaben in Familie und Beruf, in Kirche und öffentlichem Leben sowie besonders zum Apostolat im eigenen Lebensumfeld. Sie sollen christliches Zeugnis geben, um so die weltliche Ordnung mit christlichem Geist zu durchdringen. Gegenüber der Welt bewahren Sie ihre innere Freiheit und Unabhängigkeit.
Der Sodale hilft den Menschen in brüderlicher Verbundenheit im irdischen Leben und in ihrem Streben nach dem ewigen Leben. Hierbei handelt er nach dem Grundsatz: „Alles zur größeren Ehre Gottes!“ und ist dem Lehramt der römisch-katholischen Kirche verpflichtet.
Die Grundsätze unserer Kongregation sind in der von Papst Pius XII. 1948 gegebenen Satzung „Bis Saeculari“ (siehe § 1) für alle MCen festgelegt. Die Kölner MC fühlt sich der „Bis Saeculari“ verpflichtet und versteht sich als „Katholische Aktion unter der Führung und Gnadengabe der Allerseligsten Jungfrau Maria (Bis Saeculari 24)“.
Unsere MC hat folgende Anliegen:
  1. Leben und Arbeit zur Ehre Gottes und zur Ausbreitung seines Reiches,
  2. Geistliche Sorge um Mensch und Welt
  3. Verehrung der Gottesmutter
Sie steht stets treu zum Heiligen Vater und unter der geistlichen Leitung des Erzbischofs von Köln.

§3 Name, Rechtsform und Sitz

Die „Bürger-Sodalität 1608“ erhielt am 5. November 1963 durch Beschluß der Sodalenversammlung die heutige Bezeichnung „Marianische Männerkongregation gegründet 1608 am Hohen Dom zu Köln“. Dieser MC wurde auf Basis dieser Satzung kirchenrechtlich durch Dekret vom 10. November 2006 die Rechtsform einer privaten rechtsfähigen Vereinigung nach can. 322 CIC in Verbindung mit can. 114 CIC verliehen.
Kongregationskirche und Sitz ist die Wallfahrtskirche St. Maria in der Kupfergasse in Köln.

§4 Steuerbegünstigung der Kongregation

  1. Die Tätigkeit der MC ist nicht auf Erwerb gerichtet. Sie verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und kirchliche Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Sie ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
  2. Mittel der MC dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Sodalen erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Kongregation.
  3. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der MC fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§5 Teilkongregationen

Die im Erzbistum Köln gegründeten Marianischen Kongregationen werden der „Marianischen Männerkongregation gegründet 1608 am Hohen Dom zu Köln“ als Mutterkongregation angegliedert. Sie werden nach Zustimmung des Erzbischofs von Köln durch den Präses der Mutterkongregation errichtet und erhalten eine eigene Satzung. Die eigene Satzung muß vom Erzbischof bestätigt werden.

§6 Mitgliedschaft

Unserer Kongregation können männliche Personen römisch-katholischen Glaubens ab 14 Jahren beitreten. Der Beitrittswillige muß sich der persönlichen Berufung bewusst sein. Er hat sich selbst gewissenhaft zu prüfen, ob er den Grundsätzen und Zielen der MC (siehe § 2) folgen kann. Er gibt sich nicht mit einer gewöhnlichen und mittelmäßigen Lebensführung zufrieden.
Zwecks Beitritts füllt er die „Anmeldung zur Marianischen Männerkongregation“ (Blatt 1) und das „Versprechen“ (Blatt 2) aus. Er bekennt sich damit zum römisch-katholischen Glauben und versichert in diesem Antrag, mit keiner anderen Glaubensgemeinschaft zu sympathisieren, ihr nahezustehen oder sogar anzugehören. Das gilt auch für die Gemeinschaften, die im Schisma mit der Kirche von Rom stehen. Er nennt in seinem Antrag zwei Sodalen als Bürgen.
Vor einer Aufnahme in die MC muß er eine Prüfungszeit (Kandidatur) von einem Jahr absolvieren. In dieser Zeit muß der Kandidat alle Pflichten eines Sodalen erfüllen. Nach Ablauf der Prüfungszeit (Kandidatur) entscheidet der Vorstand nach sorgfältiger Überlegung über die organisatorische Aufnahme in die MC. Wer von einer anderen Kongregation kommt, kann sofort aufgenommen werden (Allgemeine Regel MC 24).
Sofern keine zwei Bürgen benannt werden können, muß er sich vor der organisatorischen Aufnahme in die MC und Lebensweihe als Kandidat ein Jahr länger am Leben der Kongregation beteiligen. Diese Frist kann der Vorstand verkürzen.
Der Kandidat wird durch eine feierliche Weiheliturgie endgültig als Sodale in die MC aufgenommen. Hiermit bindet sich ein Sodale auf Lebenszeit an die Marianische Kongregation (siehe Weihegebet in Anlage 1) und damit an die Gottesmutter. Dabei geht er besondere Verpflichtungen ein (siehe § 7).
Die feierliche Lebensweihe erfolgt zum Titelfest „Maria Verkündigung“ (25. März) durch den Präses. Der Vorstand kann aus wichtigen Gründen einen anderen Termin bestimmen. Die Aufnahme neuer Sodalen kann auch durch den Erzbischof, als höchsten Leiter der MC, erfolgen. Darüber hinaus kann der Präses diese Aufgabe an einen Priester delegieren, der aber Sodale unserer Kongregation sein muß.
Der Sodale erhält die in der Weiheliturgie gesegnete Medaille der Kongregation, eine Anstecknadel und eine Aufnahmeurkunde.
Sollte ein Sodale für längere Zeit oder durch Wohnungswechsel für immer den Bereich unserer Kongregation verlassen, benachrichtigt er den Präses, der ihm nach Bedarf ein Empfehlungsschreiben ausstellt. Dieses bescheinigt seine Mitgliedschaft in unserer Kongregation und seine Würdigkeit am neuen Wohnsitz in einer anderen MC zugelassen zu werden. Dieses Schreiben ist vom Präses und dem Präfekten zu unterschreiben.
Auf jeden Fall muß dieser Sodale zur Aufrechterhaltung der in § 8 genannten „Vorteile der Mitgliedschaft“ in eine Kongregation am neuen Wohnort eintreten, es sei denn, der Präses dieser Kongregation ist dagegen oder es besteht ein anderes rechtmäßiges Hindernis. In diesem Fall ist der Präses der früheren Kongregation zu informieren, und er muß soweit es die Umstände erlauben, die religiösen Übungen der bisherigen Kongregation beibehalten und mit gewissenhafter Treue das Leben eines eifrigen Christen und treuen Sodalen führen.

§7 Persönliche Pflichten des Sodalen

Der Sodale muß sich in der Gemeinschaft der MC um menschliches, geistliches und apostolisches Wachstum bemühen und seinen persönlichen Beitrag zur „größeren Ehre Gottes“ leisten. Diese Aufgabe muß jedem Sodalen eine heilige Pflicht sein.

Jeder Sodale ist verpflichtet an folgenden Terminen der Kongregation teilzunehmen:

Im Verhinderungsfall ist eine Entschuldigung bei Präses oder Präfekten erforderlich.

Persönliche Pflichten des Sodalen:

Tägliches Beten der „Drei Ave Maria“ oder des „Engel des Herrn“ und möglichst ein ganzer Rosenkranz (5 Gesätze).

Darüber hinaus werden empfohlen:

§8 Die Vorteile der Mitgliedschaft

Durch die Lebensweihe und die organisatorische Mitgliedschaft bieten sich jedem Sodalen besondere Vorteile:

§9 Beitrag als Jahresopfer

Jeder Sodale gibt im Jahr eine Opfergabe als Beitrag, deren Höhe von der Sodalenversammlung auf der Basis der Meßintentionen festgelegt wird.

§10 Beendigung der Mitgliedschaft

Nach der Apostolischen Konstitution „Bis Saeculari“ von Papst Pius XII. bleibt der Sodale aufgrund der Lebensweihe „für immer“ der seligen Jungfrau Maria verbunden, es sei denn, daß er als unwürdig entlassen wird oder aus Leichtsinn selbst die Sodalität verlässt.

1. Austritt

Ein Sodale wird organisatorisch nicht mehr als Mitglied geführt, wenn er seinen Austritt schriftlich erklärt. Dies nimmt der Vorstand zur Kenntnis, und der Sodale erhält eine entsprechende Bestätigung.

2. Ausschluss

Der Vorstand kann mit einfacher Mehrheit einen Sodalen aus der Kongregation organisatorisch ausschließen, wenn er


Niemand kann Mitglied unserer Kongregation sein, wer den katholischen Glauben aufgegeben hat oder mit der Verhängung bzw. der Feststellung der Exkommunikation bestraft ist.

Der betroffene Sodale muß über diese Maßnahmen informiert werden.

§11 Die Sodalenversammlung

Die Sodalenversammlung tritt wenigstens einmal im Jahr zusammen. Auf Wunsch des Präses oder eines Viertels der Sodalen können weitere Sodalenversammlungen einberufen werden. Ihre Aufgaben sind:
  1. Mitwirkung bei der Festlegung der Schwerpunkte für das nächste Jahresprogramm,
  2. Einbringen von Vorschlägen für ein lebendiges und zeitnahes Wirken zum Wohl der Kongregation,
  3. Entgegennahme des Berichtes des Vorstandes,
  4. Beschluß der Haushaltsplanung und Erteilung der Entlastung des Vorstandes,
  5. Beschluß eventueller Satzungsänderungen mit Zweidrittel-Mehrheit.
  6. Wahl des Präfekten, Assistenten, Schriftführers und des Administrators, wobei Wiederwahl möglich ist.
  7. Wahl von zwei Kassenprüfern, die einmal im Jahr während der Sodalenversammlung einen Kassenbericht vorlegen müssen.
Die Leitung der Sitzungen übernimmt der Präses oder auf dessen Wunsch der Präfekt.
Einladungen müssen mindestens zwei Wochen vor Tagungstermin mit Bekanntgabe einer Tagesordnung schriftlich erfolgen.
Wahlberechtigt sind ausschließlich die Sodalen. Die Kandidaten können beratend teilnehmen.
Die Versammlung ist beschlussfähig, wenn die Hälfte der Sodalen anwesend ist. Ist dies nicht der Fall, dann muß mit der gleichen Tagesordnung erneut eingeladen werden. Dann ist ohne Rücksicht auf die Zahl der Anwesenden die Versammlung beschlussfähig.
Bei Abstimmungen gilt die einfache Mehrheit der anwesenden Sodalen. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Präses, bei dessen Abwesenheit entscheidet die Stimme des Präfekten.
Vom Schriftführer ist ein Ergebnisprotokoll anzufertigen, das von ihm selbst und vom jeweiligen Versammlungsleiter zu unterschreiben ist.
Jede Versammlung wird mit einem Gebet eröffnet und mit dem Segen des Präses beendet.

§12 Der Vorstand

Der Vorstand besteht aus

  1. dem Präses
  2. dem Präfekten
  3. dem Assistenten
  4. dem Schriftführer
  5. dem Administrator
  6. die Beisitzer
Der Präses kann bis zu drei Beisitzer für besondere Aufgaben ernennen. Sie haben volles Stimmrecht.
Mit Ausnahme des Präses wird der Vorstand von der Sodalenversammlung für drei Jahre gewählt. Auf Wunsch nur eines Sodalen kann eine Wahl geheim erfolgen.
Der Vorstand tagt unter der Leitung des Präses oder auf dessen Wunsch des Präfekten mindestens viermal im Jahr oder zusätzlich auf Verlangen eines Vorstandsmitgliedes. Bei Verhinderung des Präses oder des Präfekten tritt der Assistent an die jeweilige Stelle. Der Fall der Verhinderung braucht nicht nachgewiesen zu werden. Zur Vorstandsitzung wird mit einer Frist von zwei Wochen eingeladen. Die Einladung kann schriftlich erfolgen. Von jeder Sitzung ist ein Protokoll anzufertigen.
Die Geschäfte der MC werden vom Präses und dem Präfekten geführt. Sie vertreten die Kongregation gemeinsam nach außen. Die übrigen Vorstandsmitglieder wirken beratend mit, sofern diese Satzung nichts Gegenteiliges vorsieht.
In allen Fragen, die die Leitung der Kongregation betreffen, hat der Vorstand beratend mitzuwirken.
Die Vorstandsmitglieder stimmen sich wegen der erforderlichen Besuche bei kranken Sodalen ab.
Der Vorstand beschließt über Ehrenmitgliedschaften einstimmig. Eine Bestätigung durch den Erzbischof ist erforderlich.
Alle Mitglieder des Vorstandes üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus.

1. Der Präses

Der Präses wird durch den Erzbischof in sein Amt eingesetzt. Der Vorstand hat ein Vorschlagsrecht.
Der Präses hat im Rahmen der in den Regeln der „Bis Saeculari“ die volle Gewalt der inneren Leitung der Kongregation. Diese Aufgaben übt er im vertrauensvollen Zusammenwirken mit dem Vorstand aus. Er trägt Sorge für die geistliche Formung der Sodalen, die Einhaltung der Grundsätze der MC und aller verpflichtenden Regeln der Kongregation. Er leitet die Versammlungen, soweit er diese Aufgabe nicht an den Präfekten delegiert.
Wenigstens einmal im Monat feiert der Präses eine hl. Messe für die lebenden und verstorbenen Präsides und Sodalen.
Der Präses kann jederzeit Einblick in die vom Vorstand geführte Verwaltung des Kongregationsvermögens, den Haushalt und die ordentliche Geschäftsführung nehmen. Auf Verlangen berichtet er entsprechend dem Erzbischof.

2. Der Präfekt

Der Präfekt unterstützt den Präses. Er ist Ansprechpartner für die Sodalen, auch in privaten Angelegenheiten.
Nach seiner Wahl wird der Präfekt durch den Präses bestätigt. Der Erzbischof wird über das Wahlergebnis informiert.

3. Der Assistent

Der Assistent steht dem Präses und dem Präfekten mit Rat und Tat zur Seite und vertritt den Präfekten nach Absprache.
Er betreut und unterrichtet die Kandidaten in der Probezeit bis zur endgültigen Aufnahme durch die Lebensweihe. Bezüglich einer Neuaufnahme gibt er Empfehlungen ab.

4. Der Sekretär (Schriftführer)

Der Sekretär führt das Sodalenverzeichnis, den gesamten Schriftwechsel, lädt schriftlich zu den Versammlungen ein, führt von allen Versammlungen die Anwesenheitslisten und verfasst die Besprechungsprotokolle. Er führt die Chronik und betreut das Archiv.
Er ist zuständig für die Anfertigung der Aufnahmeurkunden für neue Sodalen und alle anderen Urkunden und Empfehlungsschreiben.
Er wird durch den Assistenten vertreten. Sofern vorhanden leitet er die Geschäftsstelle.

5. Der Administrator

Der Administrator führt gewissenhaft die Finanzen der Kongregation wie ein ordentlicher Kaufmann. Er sorgt für regelmäßigen Eingang der Beiträge der Sodalen und verwaltet ein Bankkonto, über das der Präses, der Präfekt und der Administrator jeweils allein verfügungsberechtigt sind.

§13 Der Marianische Rat

Der Marianische Rat besteht aus dem Vorstand der Mutterkongregation, allen Präsides und allen gewählten Konsultoren. Die Mutterkongregation und die Tochterkongregationen entsenden je angefangene 25 Sodalen einen Konsultor. Der Marianische Rat entscheidet über alle überregionalen Belange der Kongregation und tritt einmal im Jahr zusammen.
Die Einladungen zu den Sitzungen erfolgen durch den Präses oder auf dessen Wunsch durch den Präfekten der Mutterkongregation. Sie leiten auch die Sitzungen.

§14 Verwendung des Vereinsvermögens bei Auflösung oder Aufhebung

Bei einer Auflösung der Kongregation oder Wegfall steuerbegünstigter Zwecke findet ein Ersatz von Zuwendungen an die Kongregation sowie eine Verteilung des Vermögens an die Sodalen nicht statt. Dieses fällt vielmehr nach Begleichung etwaiger Schulden an die Wallfahrtskirche St. Maria in der Kupfergasse, die es unmittelbar und ausschließlich für kirchliche, gemeinnützige oder mildtätige Zwecke zu verwenden hat.

§15 Kirchliche Bindung

Die Kongregation erkennt die vom Erzbischof von Köln erlassene „Grundordnung des kirchlichen Dienstes im Rahmen kirchlicher Arbeitsverhältnisse“ (Amtsblatt des Erzbistums Köln vom 15. 10. 1993, Seite 222 ff., in der Fassung vom 2. 8. 2011, Amtsblatt vom 1. 9. 2011. Seite 226 f.) sowie das Mitarbeitervertretungsrecht für die Erzdiözese Köln (Amtsblatt des Erzbstums Köln vom 30. 9. 2011, Seite 241 ff.) und die dazu ergangenen Regelungen und Ausführungsbestimmungen in der jeweils geltenden Fassung als verbindlich an und wird diese anwenden. Das Gleiche gilt, wenn die vorgenannten Bestimmungen durch andere Regelungen ersetzt werden.
Die Kongregation unterliegt nach Maßgabe der Bestimmungen des Kirchenrechtes über kirchliche Vereinigungen (cc. 305, 323, 325, 1301 CIC der Aufsicht des Erzbischofs von Köln).
Änderungen und Ergänzungen der Satzung sowie der Beschluß über die Auflösung der Kongregation bedürfen zu ihrer Rechtswirksamkeit der Genehmigung des Erzbischofs von Köln.




Köln, 2006/2012

Köln, den 1. März 2012 (Satzungsänderung)

Der Vorstand der MC


Vorstand 2017 GruppenfotoUnser Vorstand
Oberster Präses: Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki
Präses: Pfarrer Klaus-Peter Vosen
Präfekt: Wilfried Becher
Assistent: Richard Gosk
Kassenwart: Uwe Kohlbecker
Sekretär: Michael Rechkämmer
Besitzer: Dr. jur. Herbert Linden
Besitzer: Rudolf Polixa